Austrotherm Wittenberge
Die Rauchwolken waren kilometerweit zu sehen. Foto: Twitter/Polizei Brandenburg
27.07.2016 Industrie

Austrotherm will Produktion nach Großbrand schnell wieder aufnehmen

Im Dämmstoffwerk von Austrotherm im brandenburgischen Wittenberge hat sich am 27. Juli ein Großbrand ereignet. Ursache war offenbar ein Blitzeinschlag in Dämmmaterial, das unter freiem Himmel lagerte. Gegen Mittag konnte die Feuerwehr, die mit 150 Einsatzkräften und 40 Fahrzeugen angerückt war, den Brand unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen der Flammen auf die Produktionshallen verhindern. Verletzt wurde niemand.

Die Produktion im Werk musste zunächst gestoppt werden, soll laut Austrotherm-Geschäftsführer Gerald Prinzhorn aber schnellstmöglich wieder aufgenommen werden. Er reiste gestern nach Wittenberge, um sich vor Ort ein Bild vom Schaden zu machen. Alle Kunden seien informiert worden, sagte er unserer Redaktion. Lieferschwierigkeiten könnten zunächst nicht ausgeschlossen werden. Zur Schadenshöhe konnte Prinzhorn noch keine verlässliche Auskunft geben. Er bezeichnete den Brand allerdings als „riesigen Rückschlag für uns“.

Das Wittenberger Werk hatte Austrotherm erst vor zwei Jahren eröffnet. Die Investitionssumme bezifferte das österreichische Unternehmen auf rund 40 Millionen Euro. Am einzigen Produktionsstandort in Deutschland sind derzeit 49 Mitarbeiter beschäftigt.